20
Jul 2016

Marcel Hirscher unterwegs im Salzburger Almsommer


marcel hirscherJedes Jahr, wenn im SalzburgerLand die Eröffnung des Almsommers gefeiert wird und Menschen und Tiere auf die Almen ziehen, erwacht auch in dem weltbesten Skifahrer die Lust, die Bergschuhe zu schnüren und den Rucksack zu schultern. Am liebsten startet Marcel Hirscher direkt von seiner Haustüre im Lammertal: Vor allem der Ort seiner Kindheit – die Stuhlalm – hat nach wie vor eine magische Anziehungskraft auf ihn.


stuhlalmDie pure Freiheit am Berg

„Vierzehn Jahre lang waren meine Eltern Sylvia und Ferdinand die Pächter der Stuhlalm in Annaberg", erinnert sich Marcel Hirscher. „Für meinen Bruder Leon und mich war das natürlich eine coole Sache. Während alle anderen im Tal waren, wohnten wir den Sommer auf der Alm. Da oben herrschen ganz andere Regeln: So durfte ich beispielsweise schon als 12-Jähriger das Autofahren ausprobieren. Meine Eltern waren da sehr gelassen."


Eine große Portion Gelassenheit scheinen sie auch ihrem ältesten Sohn vererbt zu haben: Der Salzburger Weltklasse-Skifahrer ist für seine Nervenstärke bekannt. Worüber sich andere aufregen, lässt den 27-Jährigen kalt. Ob am Start, bei Interviews oder öffentlichen Medienauftritten: Marcel Hirscher tut nicht immer das, was man von ihm erwartet. Er ist authentisch und sagt von sich selbst: „Ich bin erfolgreich, zielstrebig, ehrgeizig, teils unsympathisch, teils arrogant. Auf der anderen Seite aber nett, witzig, liebevoll, lustig und charmant." Eine explosive Mischung, die in seinen unglaublichen Erfolgen gipfelt: „Was einen Sieger ausmacht, ist die Kombination aus Mut und Akribie." Der Grundstein für diese steile Karriere wurde schon in seiner Kindheit gelegt.


Vom Naturburschen zum Spitzensportler

„Wenn du als Kind so viel Zeit auf der Alm und in der Natur verbringst, wirst du kreativ. Wir mussten unseren Eltern auch in der Hütte beim Servieren helfen, hatten aber genauso viel Zeit, um unsere Grenzen auszutesten und uns so richtig auszutoben", sagt Marcel Hirscher. „Schon mit sieben Jahren hab ich mein erstes Trial-Motorrad bekommen, außerdem ein 300 Meter langes Stahlseil zum Balancieren. Körper und Koordination werden bei so viel Bewegung optimal trainiert und man lernt, sich ohne Ablenkung aufs Wesentliche zu konzentrieren. Ein Vorteil für meinen späteren Trainingsalltag." Heute geht Marcel Hirscher am liebsten mit Cockerspaniel Timon und Freundin Laura auf den Berg. Zum ersten Mal will er heuer auf die Bischofsmütze: Sie zählt aufgrund der ausgesetzten Passagen und Kletterstellen zu den alpin anspruchsvollen Gipfeln: „Das ist das Schöne am SalzburgerLand: Man kann hier von der gemütlichen Almwanderung bis hin zu Klettertouren und Gletscherüberquerungen einfach alles machen."

© SalzburgerLand Tourismus GmbH / Autorin Franziska Lipp / Fotos: ÖSV Stefan Illek

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