21
Nov 2013

Zehn goldene Regeln (Teil 1) - Wie Sie richtig in Ihr Urlaubsdomizil investieren


Regel 1: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl.

Kaufen – ja oder nein? Ferienhäuser gehören immer noch zu den elegantesten Formen des Investments. Denn die Immobilie am Urlaubsort ist nicht nur ein guter Anlass, mal häufiger eine Auszeit in den eigenen vier Wänden zu nehmen. Sie ist auch eine renditestarke Geldanlage.

Aber achten Sie beim Kauf immer auf den gesunden Menschenverstand und auf Ihr Bauchgefühl. Niemand kauft ein Ferienhaus aus rein wirtschaftlichen Gründen. Das Auge und der Bauch kaufen immer mit – oder eben nicht.

Wenn Sie ernsthafte Zweifel an einer Immobilie haben, sollten Sie das ernst nehmen und lieber auf die nächste Gelegenheit warten.


Regel 2: Die Lage entscheidet!

Wo machen Sie gerne Urlaub? Da wo es schön ist! Damit wäre schon der wichtigste Faktor bei der Auswahl einer Ferienwohnung geklärt: Sie muss in einer attraktiven und beliebten Urlaubsregion liegen, die nicht nur in der Hochsaison, sondern auch in der Nebensaison Gäste anzieht.

Dafür braucht Ihre Ferienimmobilie ein belebtes Umfeld, denn nichts ist so unattraktiv, wie Urlaub in einer völlig verlassenen Gegend. Die Verkehrsanbindung und die Freizeitaktivitäten in der Nähe des Ferienhauses bestimmen die Makrolage einer Immobilie. Und die muss stimmen, da kann das Haus noch so schön sein.


Regel 3: Das Panorama ist wichtiger als der Bäcker um die Ecke.

Sie wissen selbst am besten, dass man im Idealfall alles, was man zum Leben braucht, gut zu Fuß erreichen kann. Dazu gehören natürlich auch die Semmeln zum Frühstück und ein gutes Restaurant.

Bei Ferienwohnungen steht aber oft die Lage in der Natur im Vordergrund. Die schönsten Urlaubsdomizile liegen oft außerhalb von Ortschaften und dafür gleich am Wanderweg oder Skilift. Achten Sie bei solchen Objekten immer darauf, ob eine Versorgung mit Produkten des täglichen Bedarfs gewährleistet ist, etwa über einen besonderen Lieferservice oder einen kleinen Laden, wie es in Urlaubsresorts meist üblich ist.

In der Regel gibt es hier auch ein Restaurant, wo Sie und Ihre Gäste nicht nur gut essen können, sondern sie auch ihre Nachbarn treffen.


Regel 4: Es kommt eben doch auf die Größe an.

Wie viel Platz braucht man für den perfekten Urlaub? Mindestens soviel, wie man sich leisten kann!

Denken Sie bei der Frage, ob Sie sich ein Haus oder eine Wohnung zulegen, auch aus der Perspektive Ihrer potentiellen Gäste! In der Regel bevorzugen Ihre Gäste, die laut HomeAway-Studie etwa zwischen 30 und 60 Jahre alt sind, Wohnungen in einer Größe zwischen 50 und 70 Quadratmetern. Bei Häusern liegt die Größe zwischen 80 und 100 Quadratmetern, Wohnungen haben zwei, Häuser in der Regel drei Schlafzimmer.

Studien zufolge geben Gäste in der Nebensaison ab 450 Euro und in der Hauptsaison mindestens 850 Euro pro Woche aus. Diese Faktoren sind für die Auswahl der Größe und für die Rentabilität Ihrer Immobilie entscheidend: Denn nicht alle Gäste können oder wollen mehr als 1000 Euro pro Woche ausgeben.

Achten Sie auch darauf, dass nicht alle Regionen das ganze Jahr hindurch Saison haben. Während in Ferienorten an der Küste im Schnitt 60 Prozent der Gäste im Sommer zwischen Juli und September kommen, haben Wintersportgebiete in Bayern und Österreich in der Regel zwei mal Hochsaison, eine im Winter und eine im Sommer.


Regel 5: Denken Sie lieber zu früh an die Kosten, als zu spät.

Beachten Sie beim Kauf, dass neben dem eigentlichen Kaufpreis noch etwa acht bis zehn Prozent für Grunderwerbssteuer, Notar und Makler hinzukommen.

Insbesondere bei gebrauchten Immobilien müssen Sie häufig noch einen nicht unerheblichen Betrag für Renovierung und Umbau einrechnen. Mit dem einfachen Streichen ist es oft nicht getan: Gerade im Bad und in der Küche ist oft noch eine Menge zu tun.

Beachten Sie bei der Vermietung, dass die Betriebskosten wie Heizung, Wasser, Strom, Müllabfuhr, Internet und sonstige Nebenkosten im Mietpreis der Ferien-immobilie in der Regel eingerechnet sein sollten; Sie können sie Ihren Gästen nicht gesondert in Rechnung stellen.

Eine kleine Faustregel: Rechnen Sie im Vorhinein etwa mit drei Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat, die Sie auf den Mietpreis Ihrer Immobilie draufschlagen müssen.

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